Revitalisierung ehem. Sanatorium Apolant Bad Kissingen

Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung in Form von Ferienwohnungen

Das vorliegende Revitalisierungskonzept sieht eine zukünftige Nutzung des Gebäudekomplexes im barockisierenden Jugendstil als Ferienwohnungen vor.

Das ursprünglich als Sanatorium geplante und genutzte Gebäude entstand in zwei Bauabschnitten 1906 und 1912/13 nach den Plänen des Heimatarchitekten Paul Schultze Naumburg. Aufgrund der sich wandelnden Nutzung (u.a. als Flüchtlingsheim und LVA) und damit verbunden auch der veränderten Anforderungen an das Gebäude wurden 1955  ein Mittelgebäude als Verbindungsbau und 1958 ein Anbau an den Nordgiebel realisiert. Beide Anbauten wurden ohne Rücksicht auf die vorhandene Gestaltung geplant, insbesondere durch den Verbindungsbau ging der Solitärcharakter der beiden Ursprungsgebäude verloren.

Infolge des langen Leerstandes seit 1978  ist es an den auskragenden Bauteilen bereits zu Teileinstürzen gekommen. Eine umfangreiche Sanierung durch den teilweisen Austausch der tragenden Elemente ist notwendig.
Außenwände und wesentliche Innenstrukturen sollen denkmalpflegerisch erhalten werden, der Rest wird entkernt und unter den neuen Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz und Statik neu errichtet. Die ursprüngliche Gestaltungsstruktur soll wiederhergestellt werden. Dies wird erreicht, indem der Verbindungsbau durch einen zentralen flachen Eingangsbereich ersetzt wird. Desweiteren wird der Anbau an den Nordgiebel geschliffen und durch einen historisierenden Anbau ergänzt.

Soweit möglich sollen auch die qualitativen Ausbauten erhalten bleiben. Die Einbauschränke und Stuckdecken im südlichen Gebäudeteil werden an den Originaleinbauorten erhalten. Türen, Treppenläufe und Verkleidungen werden aufgearbeitet und an unterschiedlichen Stellen in die Neuplanung integriert.