Neckarpark Stuttgart

Bauherr: Shell Deutschland Oil GmbH Retail Network - Real Estate

Auf dem Grundstück Mercedesstraße Ecke Daimlerstraße in Stuttgart befindet sich momentan eine große Shelltankstelle. Ziel der 2008 beauftragten Machbarkeitsstudie war es, den Standort der Tankstelle zu erhalten und weitere Nutzungen zu integrieren. Diese sollten dem Standort und den Anforderungen des augelobten Planes der gesamten Entwicklungsfläche gerecht werden. Das Grundstück ist im Besitz der Stadt Stuttgart.

Unser Entwurf sollte den Standort prägen. Aus diesem Grunde planten wir ein Solitärgebäude mit überragender Höhe ­– jedoch nicht höher als das Mercedes Stadion. Bei den Nutzungen wollten wir Synergien mit den am Standort verwachsenen Firmen und Nutzungen schaffen. Aus diesem Grunde wurde über der Tankstelle ein Parkhaus mit ausreichenden Stellplätzen als auch ein Boardinghaus für Mitarbeiter umliegender Firmen geplant. Im obersten Geschoss bestand die Möglichkeit einer Skybar. Unmittelbar an der Tankstelle angegliedert wurde ein einfaches Restaurant über zwei Geschosse vorgesehen, welches zusätzlich zu den in der Nähe statt findenden Veranstaltungen für ausreichende schnelle Versorgung zur Verfügung stehen sollte. Zu einem späteren Zeitpunk ergab sich auch noch seitens des Ministeriums und der Stadt Stuttgart die Anforderungen eine Wasserstofftankstelle zu integrieren.

Da die Nutzungsziffern wesentlich von denen des Rahmenplanes abwichen, wurden die gesamten Planungsschritte unmittelbar mit dem Planungsamt der Stadt Stuttgart abgestimmt und deren Anforderungen angepasst. Der endgültige Entwurf wurde dann in 2010 beim technischen Ausschuss der Stadt Stuttgart den einzelnen Gremien und Fraktionen vorgestellt und für genehmigungsfähig und umsetzbar befunden.

Durch die ungünstigen Randbedingungen des Grundstücks - bspw. den ca. 6 m unter der Oberfläche liegenden Gipskeuper zum Schutz der Mineralquellen - konnte keine Tiefengründung geplant werden. Erschwerend kam hinzu, dass die Tankstelle große Stützweiten benötigte, welche die hohen Lasten aus den darüber liegenden Geschossen auf wenige Punkte in den Untergrund einleiten mussten. Zusätzlich querten zwei Hauptwasserleitungen mit einem Durchmesser von ca. 75 cm mittig das Grundstück. Ebenso ein Hauptsammler mit einem Querschnitt von 2,2 m x 1,8 m. Dies hatte erheblichen Einfluss auf die Investitionskosten. Verschiedene Versuche Investoren zu finden scheiterten im Wesentlichen an der Höhe der Gesamtkosten. Auch mit veränderten Nutzungen über dem Parkhaus konnten nur unwesentliche Kosteneinsparungen erzielt werden. Momentan ist der Entwurf der Studie in den Rahmennutzungsplan übernommen worden. Durch erheblich veränderte Anforderungen und Unstimmigkeiten im Bereich des Rahmenplangebiets ist das Projekt zurückgestellt. Mit der Stadt wurde allerdings vereinbart, dass das Grundstück über einen Vorhaben- und Erschließungsplan kurzfristig bearbeitet werden kann, sobald ein Investor gefunden wurde.